erstreckt sich das Schilf der Unendlichkeit
doch nur ein begrenztes, kleines Stück -
und im Gegenlicht der tief stehenden Sonne
glimmen die Spitzen als wären sie mehr ...
und doch ist auch das Schilf am verschwinden -
Unendlichkeit - nur für einen Augenblick,
ein paar kurze, endliche Jahre ...
und doch steht in jedem Schilf
die Welt {für} ein paar Atemzüge still
- Ewigkeit.
Das Schilf wird niemals enden,
so wispert es seit Generationen
- und wenn das Ende kommt,
so wird es plötzlich und ohne Vorwarnen sein;
auch das Ende des Schilfs wird im Abendglanz liegen,
doch das Schilf wispert nie davon.
Sommer für Sommer
spricht es vom werden und vom sein,
doch nie von dem was war.
Und so wird es das Ende nicht sehen,
gleich wie es auch den Anfang nicht kennt. ...
Es spricht vom wachsen und vom Fluss des Wassers,
vom Regen und vom Stand der Sonne,
- doch gleich wie es weiß, dass die Sonne immer aufgehen wird,
so kann in seiner Welt - auch das Schilf nur ewig überdauern ... [ ]
Abendglanz und Morgenrot
bringen keine neue Botschaft,
im Sein des Schilfs gibt es keinen Schrecken [...].
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