Unten am Haus reifen die Feigen schon ganz langsam,
und die Sonne wärmt die trägen Trauben ...
Irgendwo auf den Hängen
rufen die Vögel ihre Morgenbotschaft
- unbekümmert und unaufhaltsam -
doch was in den Tälern verklingt,
ist mehr das Rauschen des Autoverkehrs,
als ein Echo des Lebens ...
Ich gehe,
und stehe am Rand der Steilhänge,
das ganze Tal mir zu Füßen -
- Wind unter meinen Federn ...
Kann das Leben nicht
an solch einem Tag wunderschön sein ... ?
Und so stehe ich und lausche
auf die Stimmen des Tals,
die Stimmen des Frühlings,
und des fortschreitenden Sommers ...
Ist es nicht schön hier?
Die Trauben
hängen nun voll an den Reben,
und auch die grünen Feigen
sind süß und mild;
wenn man sie schält,
so ist ihr Inneres
ganz rosa und erstarrt,
wie festgehalten in der Zeit,
Erinnerung
- für immer an jenem klaren Sommertag ---
10.4.16 Lilly Y L
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