[ ]
Warum hast du uns aufgegeben? frage ich ihn,
und er lächelt, und küsst meine Stirn ...;
warum bist du fortgegangen? frage ich wieder,
während seine Augen in die Ferne schweifen (...);
warum mich dem Horizont und dem eigenen Elend überlassen ...
- doch er schweigt und sieht fort -
Ich berühre ihn am Arm,
warum Hoffnung geben und dann gehen ...
Warum
hast du mich warten lassen,
wenn ich doch nicht warten sollte ...?
Er regt sich, doch sieht mich nicht an,
und auch ich schweige fort,
- spüre sein Herz nur in seinen/meinen Gedanken ...
Warum perfekte Vertrautheit fliehen,
- war es Angst? [...]
[ ]
Freiheit war das Wort deiner Träume,
und mit Sehnsucht schlug dein Herz,
Freiheit sprach der Blick deiner Augen und der Wirbel deiner Hufe,
in meinen dunkelsten Träumen,
wenn du mich ansahst und gingst ...
Mit Vertrautheit folgte ich deinen Schritten,
Worte der Liebe auf den Lippen
- ungesprochen -
und mein Herz in deinen Händen ...
Kehr bald zurück! rief ich dir nach,
als die Tannen im Tal zu Wispern begannen ...
Und du sahst mich an,
die Worte nicht in den Augen,
doch auf den Lippen ...
- Hast du je fortzugehen versucht? -
und ich verstand dich, ohne die Worte zu hören ...
Und doch ... - auch die Sehnsucht der Fremde ist nur eine Flucht -
wispere ich zurück [ ]
Und mit einem Lächeln siehst du mich an und gehst,
dein letzter Kuss noch auf meinen Lippen,
werden wir uns wiedersehen? [ ]
Sehnsucht, Geborgenheit, Vertrautheit und Liebe,
die Hoffnung im Herzen
und den Schmerz in den Augen,
die dunkelsten Tage - wie soll ich dir noch glauben,
auf dein Herz oder auf deine Worte hören,
wenn deine Hände mich berührn,
deinen Augen oder Zweifeln glauben,
wenn wir uns in uns verliern ...
Mit der Liebe auf den Lippen,
und den Pulsschlag im Hals,
wate ich durch den Schnee, nur um dich zu erreichen
- mag mein Herz auch bersten,
was muss das für eine Liebe sein,
selbst den Tod zu verlachen,
doch es gibt kein Erwachen
- aus diesem dunkelsten Traum ... [ ]
Und wenn du schläfst, so wache ich über dich,
folge dem Lauf deiner Träume,
keine Tränen verschleiern mehr meinen Blick,
denn es ist längst vorbei [ ]
Stumm stehe ich am Fenster,
wo du einst standst,
blicke hinaus in die Ferne,
und im Traum meiner Träume
blicke ich zurück,
erinner mich immer noch gerne ...
wie du kamst und meine Seele stahlst,
mir allen Frieden zu nehmen,
lausche deiner Stimme im Rauschen der Nacht,
deinem Lächeln in meinen Brauen,
will dich noch einmal halten und spürn,
nur (um) in deine Seele zu schauen ...
Und wenn du fort bist, so frag ich mich ...
was träumst du nun?
wer kann in deine Seele sehn ...
- und den Blick in die Ferne, frag ich dich -
Warum hast du uns aufgegeben ... ?
9.7.15 Lilly YL
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