und Horizonte wandelten von Sinnen ...
Wie kann ich dich nach all diesen Veränderungen noch kennen?
Wie finden und rufen ...
Wie kann ich die Worte noch kennen,
die in deiner Stille verklangen ...
Aufgesogen und davongespült
entreißt dich der Sog der Zeit -
und selbst das Meer hat die Gezeiten [längst] vergessen,
kennt die Zeiten der Flut/ Ebbe(??) nicht mehr ...
Hat sie sich selbst vergessen?
Doch niemals den Horizont ...
Horizonte kamen,
(und) Horizonte gingen,
und/doch immer füllten sie mein Blickfeld,
alles verschlingend, bis nur ihre eigenen
stahlblauen Augen noch blieben,
dort, auf jener fernen Linie(,)
/- zwischen Tag und Traum ... -
und manchmal vergaßen sie selbst
_/¯ (?) mich im schnellsten Fall aufzufangen ...
ja so sehr hatten sich Horizont und Meer entfremdet,
dass er schließlich nicht einmal mehr wusste,
↑/ _/¯ (?) dass ich durch seine Fluten fiel ...
Horizont, Horizont! Wie kannst du nur so vieles vergessen haben?
Wie so achtlos geworden sein? ...
Und doch schäme ich mich der Worte ein bisschen,
während ich sie noch spreche,
- denn auch das Meer hatte sich vom Horizont entfremdet ...
Und so blicke ich hinan, zum endlosen Himmel,
und deine fernen Augen am Horizont
halten meinen Blick ...
- Warst du je gegangen? Bist du immer noch fort?
Wo sprechen deine Schritte heute,
mit einem leisen Wispern auf den Steinplatten ... (?)
Und wenn ich mit dir tanze,
_/¯ (?) so blicke ich in deine Augen (auf),
immer noch so braun wie die Erde,
so tief(,) wie der Himmel blau ist ... / -
und ich lächle, und frage mich:
wohin kannst du heute schauen,
um was werden deine grauen Flecken morgen ringen ... ?
Und du nimmst meine Hand,
und ich spüre, die Antwort liegt in deinem Blick,
- doch ich kann die Worte nicht spüren,
nicht so tief in deine Seele schauen ...
Und so wie ich mein Leben für dich erdachte,
jeden Tag nur für dich plante und lebte,
so fühle ich nun das Lächeln in deinen Augen wiederkehren ...
Wo warst du so lange?
Und ich nehme dich an der Hand
und führe dich in den Sonnenuntergang hinein -
- so wie wir einst als Möwenkinder
Hand in Hand durch den Garten gingen(,)
und rückwärts in/durch die Zeit flogen -
- zurück zum Anbeginn ...,
so wie die Gläser/Kelche geleert waren ...
Und so drehen wir uns um, und blicken über die Schulter zurück,
setzen die Gläser wieder zusammen,
dort wo sie einst zerbarsten,
breiten wieder unsere Schwingen aus,
um dem Lauf der Zeit zu trotzen -
- noch einmal steht jene Tontaube still am Horizont,
in der Schwebe gehalten von seinem Blick,
während er noch einmal stumm nach Worten ringt ---
Und obgleich sie weiß, dass er sie niemals sprechen wird,
wird auf jenem Sturz durch die Zeit
nun alles möglich,
können die nie gesprochenen Worte
nun auf ihre tauben Ohren treffen ...
und so bleibt die Tontaube
gehalten in der Schwebe,
wird diesmal nicht (auf Grund) zerschellen,
während seine Augen ihr neue Kraft geben ...
Hoffnung?
Nein diesmal kann sie keine Hoffnung finden ...,
nur den Trost.
Und vielleicht, ...
ja vielleicht darf es in einer Parallelwelt anders sein ...
5.7.16 Lilly Y L
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