[ ] Am Abend, dort wo sie stehn und die Bäume betrachten,/ -
während wir doch immer nach dem Leben schmachten ...
Und sie stehn, stummgeschlagen vom Leben - es fehlt die Essenz, denn es gibt kein geben [ ]
- Und sie stehn, und wir gehn, bis die Himmel zerbersten - ein Hagel aus Schmerzen, wir sind nicht die Ersten. [ ]
Und als wären wir doch am Anfang geboren, sind wir doch nicht - unter Schmerzen erkoren, ein Abglanz des alten, herrlichen Sein - der Schmerz, die Essenz,/ - das Leben ist mein(!) [ ]
Sieh wie sie dort stehn und das Leben vergessen, einst waren wir reich, das Leben vermessen - und im Garten Eden, in Hülle und Fülle, unter Trauben und Früchten, tranken wir den Wein/ das Sein - vergaßen das Leben; alles nur zum Schein.
Denn ein Erwachen voll Schmerzen und wirren Träumen - ein Sein wie von Gestern und in leeren Räumen ... Was kann geschehn, was ist passiert - wo ist jenes Reich, in dem die Sehnsucht regiert?
es ist ein Sterben, ein ewiges Leben - und am Ende haben sie doch selbst nichts zum Geben; nur gelebt und vergessen, meist vom Wahnsinn besessen, und so verrint die Zeit/ der Tag, aus der Schwebe, im Nichts - alles zerflossen und das Leben bricht, tausend Tränen vergossen, am Abgrund des Sein, fingen wir uns selbst unter Regen und Wein ... [ ] -
Und so wie wir gehn und sie bleiben, doch nur immer wieder die selben Schmerzen leiden - zwischen Himmel und Erde, die Welten verloren - schweigen sie doch, sie sind auserkoren.
So sind sie jene, die nur immer wieder bleiben, die Welt betrachten und ewig schweigen -
Die Bäume im Rücken und den Himmel zu Füßen, das Leben vergeben und den Tod zu verbüßen ... in einer Genesis aus Schmerzen, begierig leidend zerreißen sie die Herzen [ ] - was ist noch geblieben, vom Tag nanach, noch einmal zu lieben, dem Tag hernach - am Abgrund des Sein, der Wiege der Schmerzen, stehn sie doch nur stummen (leblosen) Herzen - der Tag ist da - und sie gebären unter Schmerzen ---
Was einstmals war, kann nun niemals mehr sein, ein Blutbach der Tränen - das Leben ist dein ---
Ja so wie sie stehn, einstmals und immer, können sie doch nur gehn, das Leben begehn, nach dem Verbrechen zu trachten, die Bäume zu verachten, - ja niemals, niemals wieder nach dem Leben schmachten!
Und sie zerbrechen das Sein, die Wiege zu Boden, sie stürzen hinab, doch immer selbst belogen - und am Abgrund des Sein, im Zeichen des Nichts, begehen sie die Tat - das Leben bricht! Vergessen und verloren, vergoldet und vergilbt, waren sie doch - unter Schmerzen geboren, im Herzen verdammt, waren sie doch immer - auserkoren und ewig verloren.
Die, die sie stehn und die Bäume verlassen - was gibt ihnen Halt? Sie streifen durch die Gassen - kein Frieden, kein Morgen, kein letztes erwachen, sind sie doch die, die ewiglich wachen [ ] - verraten und verdammt, doch ewig belogen, von niemand(em) sonst als dem Leben betrogen, ein Sein der Hölle, ein Käfig ohne Flucht - wir müssen erwachen, fürchten und lieben, wir müssen fort, nur immer wieder siegen. - So steht die Trutzburg, einsam, verlassen, ganz still ohne Leben, voll toter Wachen - die sie gingen und das Leben verließen, tranken den Wein, dort wo die Tränen fließen ... ja so auch wir, die wir niemals mehr fliegen - sind auf und davon, das Leben zu lieben [ ]
Der Garten leer, die Gläser verlassen - nur Wein und Regen, die letzte Melodie, dort in den Bergen, zwischen Himmel und Erde, längst vergessen und besungen - ertrunken unter Schmerzen, die berstenden Herzen betrogen - ziehen sie dort droben, die sie nun das Leben loben [ ] - Doch wir, die wir stehn und die Bäume betrachten, verträumen das Leben unter Sehnen und Schmachten - es ist die Essens, das Ende der Fragen, wir töten das Sein und plündern die Gaben!
Am Abgrund des Sein, an der Wiege des Nichts - schließen wir die Augen, wollen nicht mehr glauben - das Sein zerborsten, die Herzen zerfetzt ... was bleibt dann noch, das uns immer wieder hetzt? Denn wir wissen - es ist die Essens; vom Leben getroffen, die Seele brennt, bleibt nichts mehr zu hoffen, wenn jeder Tag rennt [ ] - Vergeben und vergessen, noch immer vom Wahnsinn besessen, fleischen sie das Sein, zerreißen sie das Leben - es ist die Essens, es bleibt nichts zu geben.
Wenn die Herzen zerbrechen, der Wahnsinn triumphiert - das Blut in den Kelchen, die Tafel gedeckt, warten sie zuletzt, ob das Leben verliert [ ]
Nichts vergessen, nichts verloren, nur gewartet, nichts bewegt - verzagen sie doch, wenn der Tag sich hebt. Es ist das Ende, es ist die Essens - und unter beten und sterben der Wahnsinn grenzt - das Himmelreich auf Erden, und die Hölle noch dazu, wir leben unter Schmerzen [ ] nur Reben und Regen, dass uns die Augen sinken, die Gläser müssen bersten - wenn wir das Leben trinken! -
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