Monday, July 4, 2022

Sturmwand hinter dem Horizont

 

In einem stillen See schliefen sie,

und die badenden Tränen zogen sie zu Boden

- doch sie wussten nicht warum.


Wenn das Wasser von den Wänden perlt

und die stille Sehnsucht von neuem schreit,

dann wollen wir nichtmehr blicken


hinaus in das Weltenmeer

in dem wir alle ertränkt

wurden - mit Traurigkeit

und Sehnsucht - unendlich und weit.


Wie Brücken des Vergessens

umschlingen sie einander

Himmel und Erde

- umarmen einander ein letztes mal -


es ist vorbei/ geschehn(?).


Sie blicken auf

und sehen den Himmel

über sich, von Tränen schwer


und darunter nur das endlose gelb

des Horizonts

zerfetzt vom Sturm


Naturgewalten

entfesselt

wider jegliches Überleben. -


Und die Welle bricht

taucht in das Sein - zu Ewigkeit

wird niemals wieder werden, Sein

von neuem genommen


und zerronnen in Unendlichkeit

- das Aufprallen der Tränen -

nur eine leichte Bewegung,

wenn du sie dir von der Wange wischt ---


Sturm in den Augen

Sturm hinter dem Horizont

Hoffnung auf Morgen

gleich hinter dem Vergessen


denn die Hoffnung,

die Hoffnung,

gibt niemals auf.


nur der Narr hat sie vergessen

wenn er nichtmehr singen/ schreien

kann; -


Sturm hinter dem Horizont

nasse Tränen an der Fensterscheibe

und der Tag geht vorüber -

zu Ende - zur Neige - ist nichtmehr ---

steh auf und wisch sie weg. -


und die Hand an der Wange

bleibt er als letzter noch stehn,

der Narr, der glücklich gewesen ist.


Der Sturm zieht vorüber.


Sturm hinter dem Horizont.


13.7.11 Lilly Lime

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