bin ich traurich
so traurich
hau den kopf gegen die wand
ist egal
rotes blut tropft von meinem schädel
und von deinem nunmehr auch
tut mir leid geliebte wand
dass ich dich verletzt hab
- aber eigentlich ist es mein blut
schlag den schädel gegen die wand
das rote blut in der hand
schramm sie die wand entlang
bis sie ganz aufgeschürft ist
den knochen blank gelegt
- tut mir leid geliebte wand
dass ich dich so entstellt hab
schürf die wand entlang
schlag den schädel mir ein
geliebte wand du bist mein alles
weil mir nichtsmehr sonst mehr bleibt
alles (andre) schon genommen
alles andre fortgeschickt
bin schon gegangen
viel zu spät
alles andre viel zu spät
schlag den schädel mir ein
immer weiter mir den schädel ein
bis kein blut mehr zu vergießen bleibt
kein leben mehr in mir
klatsch ich schlaff die flache wand hinunter
doch eigentlich merk ich es nicht
bin eh schon zu weit gegangen
geister immer weiter die Wand entlang
immer weiter (nur) fort
vom leben
hinein in den wahnsinn (...)
lauf mit dem kopf gegen die wand
dass das blut hoch empor spritzt
immer wieder nur gegen die wand
selbst wenn mein blut vergossen ist
selbst wenn ich nichtmehr leb
bin ich immernoch da
als leere hülle
geister sinnlos durch die straßen
nachts bei regen mit dem wind
keiner kennt mich
will mich kennen
will von keinem gekannt sein
will ich es überhaupt wissen(?)
was sie denken [...]
Menschen so zu verletzen
Menschen die einen lieben
das ist ein verbrechen
umsonst
es ist geschehn
passiert und längst vorbei
zu spät
so geh und nimm es hin
denn du bist mit dem kopf gegen die wand gerannt
oh geliebte wand!
dass ich dich so verletzt habe ...
so beschmutzt mit meinem blut
oh geliebte wand ...
wenn ich es doch nur ungeschehen machen könnte ...
doch es ist geschehn [...]
und wieder lehn ich an der Wand
alte verschmuddelte Wand
mit meinen Blutresten
(-) geliebte Wand - ...
lehn mich schutzsuchend an ihr an
vor dem Regen und dem Wind
will nicht weg
.../ -
denn die wand ist mein zuhause
mein shelter und mein schutz
geh nicht weg geliebte wand!
ich brauch dich noch
zerbröckle nicht -
- bleib noch ein paar jahrtausend
ja so lang lehn ich nun schon hier
(kein blut mehr von mir übrig
nicht an dieser wand
/nicht an der wand und nicht in mir )
bin nurnoch eine leere Hülle
kein leben mehr in mir
kein regen
und kein fühln
bin leer und ausgesaugt
vom langen Tod
den ich nie gestorben bin
hätte sterben solln
wär dann jetzt (vllt) glücklich
- doch zu viel mich schon vergangen ------
laufe wieder mit dem kopf gegen die wand
dass ich endlich sterb
doch es geht nicht
bin schon zu weit gegangen
- doch noch kann ich nicht zurückkehrn
find den weg nichtmehr
in die vergangene zeit
zu viel an ihr vergangen
hab ich mich
ja das hab ich
nur sorge treibt mich noch voran
(sorge um den Tod)
Sorge und gleichgültigkeit
dass er nur endlich kommt
wenn ich hier noch lange steh
nach meinen 10 000 jahrn (...)
Sorge, oh sorge
saug mich auf und trag mich fort
mit dem feuchtnassen regen
- jetzt!
[zu spät]
reue und schuld nagt dich auf
es ist zu spät
recht geschiehts dir
oh recht geschiehts dir
was hast du sie auch gequält
die so geliebte wand
und wieder mit dem kopf gegen die wand
und so nur mitten durch
(...)]
zu weit gegangen im Regen
als dass du jemals noch zurückkehrn könntest
es bleibt nur das weitergehn
hinein in den Krieg
hinein in den Untergang
nimm micht den weg der vergangenheit
renn nicht mit dem kopf durch die wand
geliebte Wand verzeih mir
25.4.08 Lilly Lime
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