ich stand unter Linden,
unter Linden und Ebereschen
stand ich am Meer ...
in kalter, grauer Morgendämmerung
rufend nach meinem Adler
<Wo bist du, wo bist du!>
ach Liebster komm doch zu mir ...
so stand ich auf meinem grauen Hügel
am Meer
unter Linden und Ebereschen ...
leise rief ich seinen Namen,
rief ihn zu mir,
meinen Adler im freien Flug ...
ach Liebster komm nur
zu mir schnell
dann flieg ich auch davon mit dir,
denn beide wolln wir fliegen ...
er schreit,
sein mächtiger Ruf herab
zu mir aus weiter Höh',
will fliegen weiter nur allein,
denn einsam muss er sein
als wahrer Fürst der Vögel ...
nun denn,
so wend auch ich mich ab
von meinem schwarzen Hügel,
lass weiter fliegen ihn allein,
mag er nur gerne Fürst so sein
allein auf dieser Welt ...
und ich
ich werd auch leben ohne ihn,
lass fliegen meinen Adler frei,
und werd ihn nicht mehr rufen
[]
denn niemals werd ich wieder stehn
bei meinen roten Linden,
bei meinen Linden und Ebereschen
werd niemals wieder
ihn rufen ..
9.1.06 Lilly Lime
No comments:
Post a Comment