Leises Leuten von Glocken
in einem fernen Winkel
meines verstaubten Kopfes,
meines alten Greisenhauptes ...
Fernes Leuten an einem kühlen Morgen,
gar ein grauer Schleier über dem Himmel,
wie ein abgerissener Seidenvorhang,
die Welt ist verschleiert ...
Mein Blick ist verscleiert
an jenem klaren Morgen ...
Klares Leuten in meinem Kopf,
helles, klares Leuten
einer Glocke
an einem fahlen verschleierten Morgen ...
es ist das Leuten meiner Totenglocke ...
ich weiß es seit langem,
seitdem ich auf jenen fernen Klang gelauscht habe,
gewartet auf den Klang,
verharrend, bis der Tag gekommen ist,
an dem ich sie vernehmen würde,
den fernen Klang meiner Totenglocke,
das leise Singen am fernen Horizont,
wenn ein neuer Tag für mich angebrochen ist,
und ich schreite hinaus
ins weit geöffnete Tor,
schreite durch Horizont und Licht,
meiner neuen Zukunft entgegen,
in eine andere Welt,
vielleicht ...
ich blicke nicht zurück,
mein altes Leben ist abgeschlossen,
und mein neues hat begonnen,
ich schreite endgültig
hinaus unter dem Torbogen,
hinaus aus dem Licht,
in jenes neue Leben,
in jenes neue Ziel,
meine neue Reise hat begonnen,
ich bin am Ziel meiner alten,
meiner endlos langen Reise ...
doch nun zu neuem Leben erwacht,
schreite ich hinaus in den neuen Tag,
dem angebrochenen Licht entgegen,
verschwinde im fernen Dunst,
gehe weiter in meinem neuen Leben,
die Erinnerung an das alte verblasst,
bis nichts mehr bleibt ...
nur die Freude am neu erwachten Tag ...
denn ich lebe ...
als junges Mädchen
laufe ich hinaus in den Sonnenschein,
genieße mein neues Leben,
voller Glück schwebe ich hinaus in den Sonnenschein,
das alte Leben längst vergessen,
nunmehr ein blasser Schimmer,
kaum wahrnehmbar ...
die Glocke verstummt,
ich schließe meine Augen ...
und alles um mich verschwindet?/ verschwimmt
schwebe nur noch im leeren Raum
im Glück
endlich am Ziel meiner langen Reise ...
2.11.05 Lilly Lime
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