Wie sich Herz und Seele verloren
Ferne Wolken
am Horizont
in klarem unwirklichem Licht,
ferne Wolken am Horizont ...
Eine ferne unerreichte Sehnsucht ...
als hätte ich etwas verloren
und noch nicht wiedergefunden ...
eine unerreichte Sehnsucht ...
Ich stehe am Fenster
und blicke hinaus, zu den fernen, unerreichbaren Wolken ...
ich spüre den Wind
in meiner Seele,
spüre ihn durch das Fenster hindurch,
wie er an meiner Seele zieht ...
fort zu jenen unerreichbaren Wolkenmassen,
so fern über der Erde ...
Doch was suche ich,
das ich noch nicht wiedergefunden habe,
was ist meine ferne Sehnsucht? ...
Ich fliege hinauf ins ferne Blau,
gebe dem Wind in meiner Seele nach,
lasse mich hinauftragen zu jenen fernen Gefilden ...
suche meine Sehnsucht ...
Doch ich weiß,
ich werde sie nicht finden,
werde dort oben
nicht finden,
wonach ich suche ...
denn mein Herz habe ich auf Erden zurückgelassen,
mein Herz weilt noch immer dort unten ...
doch ich schwebe hier oben,
losgelöst von allem,
frei ohne Herz und Körper,
nur meine Nackte Seele ...
Und ich blicke nach unten,
blicke auf mein Ich zurück ...
sehe wie es dort unten wandelt,
jenes, das einst ich war,
sehe mich am Fenster stehen,
nunmehr Herz und Körper,
das nun alleine fühlt ...
was fühlt es für mich jetzt?
wie es mir so hinterherblickt,
was fühlt es um mich ...
Einen Augenblick verweile ich,
blicke auf mein altes Selbst zurück,
versuche in mir eine Spur davon wiederzufinden ...
Dann wende ich mich ab,
für immer ...
fliege weiter meinem neuen Ziel entgegen,
in jenes endlose ferne Blau,
lasse mich tragen von den Winden meiner Seele ...
Und mein Herz weiß,
ich bin für immer für es verloren ...
traurig wendet es sich ab vom Fenster,
geht nunmehr seinen eigenen Weg,
nurnoch Herz und Körper,
ohne Seele, ohne Geist ...
geht traurig und leer dort unten auf der Welt
spazieren,
während ich hier oben
im Blau spazierenfliege ...
So verloren sich Seele und Herz.
24. Okt. 2005
copyright @ Lilly Lime
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