Saturday, June 18, 2022

mit Nacht und Nichts im Niemandsland 

(dem Wahn verfallen) 

od. auf einem Floß der Welt davon


In meinem Kopf da dreht sich alles 

Gedanken spinnen wild einher, 

in meinem Kopf da dreht sich alles 

denn auch das Denken fällt mir schwer;


Gedanken rasen durch die Luft 

in meinem Kopf und mit dem Wind 

Gedanken taumeln durch die Nacht 

bis dorthin wo die Wolken sind ...


Ich taumle in der Welt umher 

denn in mir, ja da dreht sich alles 

ich stolpre nur durch Nacht und Nichts, 

denn in mir ja ist wieder nichts;


ich tanze durch die Nacht und flackre

in schadenfroher, wilder Pain,

ich stolpre durch das Nichts und lache

denn all die Ängste sind nun mein;


ich seh sie nicht, ich spür sie nicht.

denn um mich ist ja nurnoch Nichts

und all mein Denken, Fühlen, Bangen

ist lachend längst im Nichts vergangen ...


nur ich, ich taumle noch einher 

kann nichtmehr denken, fühlen mehr, 

ich spinne nurnoch durch die Nacht 

bis in mir alles nurnoch lacht 

und rase durch den Wind im Schrei, 

ja schreie, schrei das Nichts herbei, 

bis nichtsmehr bleibt und nichtsmehr ist, 

und keiner mehr die Tage misst, 

die Stunden, Wochen, Jahre mehr, 

die wir nun gehn im Nichts einher, 

und nichtmehr denken, rasen, fühln, 

nur unsre müden Leiber kühln, 

und warten ... warten nur einher, 

denn keiner zählt die Stunden mehr ...


wir taumeln nurnoch blind einher

in unsrem dummen Wolkenmeer,

und warten, warten ja auf Gestern,


und niemals mehr die Welt verstehn

ja niemals mehr das Licht nun sehn,

nur taumeln , taumeln so umher,

in unsrem Hirngespinstermeer ...


bis Tag und Nacht sich gleichen mehr, 

bis Stunden sind vergangen

und wir nichtsmehr verlangen,

nun grau und alt und seelenlos, 

so treiben wir auf unsrem Floß,

denn nun einher, der Welt davon ,

denn wer wird uns vermissen schon,

in unsrem Niemandsland, im Nichts ...


1. Dez.2005

copyright @ Lilly Lime


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