wenn die Dunkelheit dich aufsaugt
und zu einem bloßen Grauen mehr werden lässt
wenn die Verlorenheit dich berührt
und noch verlorener macht
als du jemals warst
(-)
wenn du dich nicht wehrst
und sie dich immer tiefer in den Schlund der Hölle saugt
bis es kein entrinnen mehr gibt ...
das grau wird immer grauer
das schwarz wird immer schwärzer
die Dunkelheit nimmt zu
und die grauen Tannen im grauen Tal
beginnen sich langsam zu wiegen
zum Rauschen des Mühlrads
das sich rückwärts dreht
zurück in die Hölle
dich zurück schleudert
und windend immer tiefer in die Hölle hinab
dies ist dein Tag
dein Tag des grauen Lichts
an dem du endlich triumphierst
über das Leben
Saug es mir aus
oh geliebte Dunkelheit
saug es mir aus [ ]
dass ich nicht mehr schmerzen muss
denn erst wenn mich das Leben verlässt
und die Hölle sich immer schneller dreht
dann hab ich mein Ziel erreicht
jenen Ort der Dunkelheit
wo nur das grau zu Grauen werden kann
das schwarz zu gähnender Leere / Schwärze
das Nichts zur Dunkelheit
und der Fackelschein zum Tageslicht
wo das Feuer der Herzen ewig brennt
und noch tiefer scheint
als die Glut der Seele
als die Liebe
und alles Brimborium
wenn die Liebe endlich verlöscht
und die Dunkelheit ewig brennt
wenn der Fackelschein die Herzen wärmt
wie die grauen Hände der Nacht
wenn es keine Toten mehr gibt
und nur Lebende auf Höllen wandelnd
wenn es kein Leben mehr gibt
doch nur puren Schmerz ...
dann lass uns gehn
lass uns die schwarzen Hände schließen
die Augen öffnen zum grau der Nacht
schwarz wie unsere Seelen
mit Blut benetzt
wie unsere Augäpfel
vom Kuss der Eisendornen
lass uns die blutenden Augen öffnen
vom roten Flimmern der Nacht
lasst und die schwarzen Hände schließen
und gehn fort ins Nichts (/ in die Nacht)
bis uns der Morgen von neuem küsst
mit ewiger Jugend und Tod
bis uns die schwarze Todeskrähe
die [verdorrten \ dorren \ dürren?] Seelen
nun endlich aus der Brust reißt / entreißt
und wir nun endlich (/endgültig?) nichts mehr spürn
(-)
hinein ins Nicht
Lilly Y L 9.8.08
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