Saturday, November 26, 2022

Schicksalsmenschen

 kannst du sie sehn

die Menschen die vorübergehn

dein Leben in Scherben lassen

und dich nicht einmal hassen

die vorbei gehn mit einem Lächeln

mit ihrem Charm dich fesseln

eine Berührung, ein leichtes Zittern

wenn sie verbittern

und dein Kartenhaus stürzt ein \ einstürzen

kannst du sie sehn

die Leute die dich mieden

die dein Leben schrieben

kannst du sie spürn

wenn sie deine Seele berührn

dein Schicksal verdrehn

und lachend von dannen gehn

Schicksalsmenschen

ohne Grenzen

Macht erfüllt

in Schatten gehüllt

die dein Leben brechen

oder dir vorsprechen

erfüllen

und enthüllen

was sie für dich geplant

hast du sie je beim Namen genannt?

hast du sie wirklich gekannt

sie gehen vorüber/ ziehen vorbei

und dem Schicksal,

dem Schicksal sind sie einerlei

28.1.09 Lilly Y L

Friday, November 25, 2022

ich hab auf Sand gebaut

seht ihr mein Schloss aus Sand am Meer

ich hab auf Sand geschrieben

was ist geblieben

nur ein Hauch von Wind

______________________

wo sind sie geblieben

die Menschen die dir alles nahmen

wo sind sie hingegangen

die Menschen die niemals kamen

wo sind sie jetzt

in deinen Träumen unersetzt

eine ferne Sehnsucht

ein vager Traum

wie kann ich euch vertraun

ohne in euer Herz zu schaun

wie kann ich euch lieben

was ist nur geblieben

von (jenen) fernen Träumen

ein Lied

ohne Traum und Worte

unersetzt

und doch / manchmal gehetzt [verhetzt?]

und übergangen

ohne Rücksicht auf ein Verlangen

niemals ausgesprochen

niemals gesprochen

in seinem Gegensatz

[   ]

27.1.09 Lilly Y L

Thursday, November 24, 2022

ein weitres Jahr vergangen

ein weiteres Jahr vergangen

und wieder wird es Frühling

(    )

Frühling inmitten meines Herbstes

und wieder blicke ich hinaus

/ und wieder sitze ich am Fenster

blicke hinaus zu Birken und Strommasten

an jenem Ort den ich so sehr liebte

doch ich blicke nicht zurück

denn es ist vergangen

ein neuer Frühling begonnen

ein neuer Herbst des Glücks

(-)

denn in meinem Herzen ist Herbst

während ich zum klaren Himmel blicke

wo sich die Birken wiegen / biegen?

den Sonnenschein im Herz

denn es ist Frühling

und der Schnee ist vorübergezogen

noch die Kälte in der Luft

eine vage Erinnerung an den Winter

ein leises Zögern

ein Frösteln

ein kurzes Innehalten

[...]

doch nichts was noch geblieben wäre

alle Erinnerungen \ alle Bilder getilgt

nichts was noch zu erinnern bliebe \ zu beweinen

denn in der Kälte liegt nur Vergessen


es ist eine gnädige Kälte

ein schöner blauer Himmel

die Birken wiegen sich im Wind

so wie jedes Jahr

doch es ist nichts woran ich mich erinnern würde

denn es ist ein Neubeginn

ein neuer Frühling in diesem Jahr

doch? \ und in meinem Herzen ist Herbst

dort wo mein Leben immer beginnt

im Sonnenschein auf jener Herbstlichtung

tanzend im Wind

doch nichts was ich noch erinnern würde

in diesem neuen Frühling

____________________

die Krokusse

die Schneeglöckchen

\ alles -

das sind Kindheitserinnerungen

die ich nicht mehr habe

alles ein Neubeginn

ein erstes Sehen

spüren

erfahren

die ersten Wahrnehmungen

im neuen Leben \ Sein

\ im neuen Frühling

das andre nur schwache Schatten

Erinnerungen im Sein eines Menschen

der ich nie war

[-]

nichts was mich belasten würde

ein kompletter Neuanfang

ein neuer Frühling in meinem Herbst

ein neuer Herbst im Glück

Herbst

der Abschluss alles Lebens

wenn das Jahr zu Ende geht

auch ein Neubeginn für mich

auch ein neuer Frühling

________________________

und so sitze ich wieder

und blicke hinaus

zu Strommasten und Birken

wie sie sich wiegen im Wind

blicke nicht zurück

blicke nur voran

und doch liebe ich sie noch immer

meine Birken

und den Strommasten

\ die Stromleitung vor meinem Fenster

diesen Ort den ich so sehr in mein Herz geschlossen hab

mit Horizont

und blauem Himmel

die Birken um mich her

(meine Stromleitung)

\ mein Strommast in der Ferne

bei Sonnenuntergang

den Sternenhimmel über mir

bei Nacht und auch bei Regen

bei Schnee

zur Abendzeit ...

diesen Ort den ich allzeit liebe

der meine wahre Heimat

mein sicherer Hafen ist

in den Stürmen des Lebens

meine Quelle des Seins

hier bin ich geborgen

gestorben

und neugeboren

hier bin ich friedlich eingeschlafen

und fiebernd aufgewacht

hier liegt die Quelle meines ganzen Seins

des Suchens und des Sehnens

die Quelle meiner Liebe

der Ort an dem ich leben lernte

hier werde ich sein

und hier werde ich ruhn

bis meine Augen sich von neuem schließen

hier will ich ruhn

bei meinen Birken

mit dem Sternenhimmel als Zudecke

hier wo all mein Sein zusammenläuft

beginnt und dann auch endet

am Nabel meines Glücks

dieser Ort ist mir heilig

lieb und teuer

mein Segen und mein Fluch

denn hier findet sich alles

was mein Leben bewegt [hat]

das Glück und auch die Qual

\ das Elend wie das Glück

soll auch mein neues Leben beginnen hier

bei Birken und Strommasten

wenn die Äste sich wiegen im Wind

hier

unter meinem Kirschbaum stehend

die Hände zum Himmel empor

hier

im letzten Abendlicht

bevor die Sonne untergeht

und ein neues Leben beginnt ...

hier

nur hier kann ich glücklich sein

bei Birken und Strommasten

bei Birken sich wiegend im Wind ...

und ein weitres Jahr beginnt -

/ vergeht]

____________________

-

24.1.09 Lilly Y L

Tuesday, November 22, 2022

hinein ins Nichts

 wenn die Dunkelheit dich aufsaugt

und zu einem bloßen Grauen mehr werden lässt

wenn die Verlorenheit dich berührt

und noch verlorener macht

als du jemals warst

(-)

wenn du dich nicht wehrst

und sie dich immer tiefer in den Schlund der Hölle saugt

bis es kein entrinnen mehr gibt ...

das grau wird immer grauer

das schwarz wird immer schwärzer

die Dunkelheit nimmt zu

und die grauen Tannen im grauen Tal

beginnen sich langsam zu wiegen

zum Rauschen des Mühlrads

das sich rückwärts dreht

zurück in die Hölle

dich zurück schleudert

und windend immer tiefer in die Hölle hinab

dies ist dein Tag

dein Tag des grauen Lichts

an dem du endlich triumphierst

über das Leben

Saug es mir aus

oh geliebte Dunkelheit

saug es mir aus [   ]

dass ich nicht mehr schmerzen muss

denn erst wenn mich das Leben verlässt

und die Hölle sich immer schneller dreht

dann hab ich mein Ziel erreicht

jenen Ort der Dunkelheit

wo nur das grau zu Grauen werden kann

das schwarz zu gähnender Leere / Schwärze

das Nichts zur Dunkelheit

und der Fackelschein zum Tageslicht

wo das Feuer der Herzen ewig brennt

und noch tiefer scheint

als die Glut der Seele

als die Liebe

und alles Brimborium

wenn die Liebe endlich verlöscht

und die Dunkelheit ewig brennt

wenn der Fackelschein die Herzen wärmt

wie die grauen Hände der Nacht

wenn es keine Toten mehr gibt

und nur Lebende auf Höllen wandelnd

wenn es kein Leben mehr gibt

doch nur puren Schmerz ...

dann lass uns gehn

lass uns die schwarzen Hände schließen

die Augen öffnen zum grau der Nacht

schwarz wie unsere Seelen

mit Blut benetzt

wie unsere Augäpfel

vom Kuss der Eisendornen

lass uns die blutenden Augen öffnen

vom roten Flimmern der Nacht

lasst und die schwarzen Hände schließen

und gehn fort ins Nichts (/ in die Nacht)

bis uns der Morgen von neuem küsst

mit ewiger Jugend und Tod

bis uns die schwarze Todeskrähe

die [verdorrten \ dorren \ dürren?] Seelen

nun endlich aus der Brust reißt / entreißt

und wir nun endlich (/endgültig?) nichts mehr spürn

(-)

hinein ins Nicht

Lilly Y L  9.8.08

Thursday, November 17, 2022

"though it never happened"

 she already felt herself faint

[(-)]

though it never happened

(-)

she already thought herself sick

[(-)]

though she never died

(-)

she already saw herself faint

crashing upon the asphalt

splashing her blood

like red, red roses

- though all this did never happen

\ though all of this never happened

21.1.08 Lilly Y L


im Moment

 wüsste ich nicht einmal zu sagen

ob ich lebe oder sterbe

- aber was macht das schon,

solange ich noch existiere

/ (-(/,) nein eigentlich nicht,

/nein, nicht wirklich,

denn wenn ich doch nur 

tot bin

und existiere,

aber nichts fühle,

dann wäre es besser

(gleich) tot zu sein

/ richtig tot zu sein, /

- dann würde ich  wenigstens noch leben (...)

16.1.08 Lilly Y L

Wednesday, November 16, 2022

"immer weiter nur voran und manchmal auch zurück"

auf einer dunklen Straße

gehe ich zurück

gehe manchmal nur voran

[( nur ein dunkler Weg

war mein Leben bloß)]

gehe weiter

und weiß nicht warum

(-)

warum bin ich hier

was tue (mache) ich hier?

{(warum laufe ich nicht

einfach weiter(?)}

/warum laufe ich überhaupt noch weiter

/warum bleibe ich nicht einfach stehn

warum bin ich hier?

warum gibt es mich.

(-)

die Welt ist

wir warten

die Welt ist?

so? /- frei-

und doch laufen wir einfach / immer weiter

(verworren und versucht)

(-)

warum?

warum ist es / das so

gibt es einen Sinn?

(-)

[  ]

(-)

immer weiter

laufe ich auf meiner dunklen Straße

immer weiter nur voran

durch den dunklen Kiefernhain

bis ich das Licht

(schon fast) nicht mehr sehn kann

das von den Bäumen widerstrahlt/ abstrahlt/ strahlt

(-)

wie ein weicher Dunst

legt es sich über die Welt / Haut

legt sich auf mein Gesicht

wie Spinnweben

- nur feiner -

wie Dunst, ganz fein gesprüht

schon fast nicht mehr spürbar ...

(-?)

aber nein, - es ist Licht

Licht das von den Bäumen widerstrahlt

(-)

so gehe ich weiter durch meinen dunklen Wald

immer weiter nur voran

und manchmal auch zurück

(-)

{(aber)} es ist ein Wald des Vergessens

und wenn ich angekommen bin

werde ich nicht mehr aufwachen

/(-)

doch es ist gut

denn nur zu gern

gehe ich auf dieser (meiner?) dunklen Straße

wo das Licht (so sonderbar) von den Bäumen widerstrahlt ...

(-)?

immer weiter nur voran

und manchmal auch zurück

und? selbst im fernen Ziel noch (-)?

(-)?

denn immer weiter träume ich (?)

/ denn ich träume immer weiter

und / auch? / ? im fernen Ziel noch

träume mich immer weiter

auf jener dunklen Straße

(zwischen den Kieferstämmen)

- ganz fern ... -

ganz nah in meinem Kopf -

immer weiter nur voran \ zurück

und manchmal auch voran \ zurück?

[(...) \ (-)\?]

10.1.08 Lilly Y L


Thursday, November 10, 2022

Erkennen

auch er hätte in diesem Moment fast ein Engel sein können

hast du das Erkennen in den Augen gesehn(?)

obwohl du zuerst nicht wusstest wer er war (\ist?)

und er dich eigentlich auch nicht kennen konnte \dürfte?\ sollte?

(nach so langer Zeit)

- und doch hat er sich verabschiedet

und dich gekannt

so ganz selbst verständlich -

- nur einfach dieser Moment des Erkennens

(in den Augen) -

[         ]

und dann das Verlangen mit ihm tanzen zu können

- wie absurd -

nur immer der Wunsch ihn zu beobachten

diese Vertrautheit im Blick

- und wie er sich verabschiedet hat ...

(warum?)/ woher kennt er mich eigentlich

- wo er mich doch eigentlich gar nicht kennen sollte (...)

seltsam

wieder so ein Moment

und doch hätte er in diesem Moment fast ein Engel sein können

- wie ich so durch die Straßenbahn gestolpert bin

und er die Füße eingezogen hat

wie ich ihn von hinten erst gar nicht erkannt hab\ hätte?,

nur einfach einen Sitz(platz) wollte

- wie er aufgeschaut hat-

das\ dieses Überraschen in mir

das Erkennen in den Augen

und das Verwirren\ die Verwirrtheit  in mir

weil ich erst nicht wusste wer er ist \

ihn nicht einordnen konnte\ ?

und diese Vertrautheit (in mir)

dieses vertraute Gefühl

- das Lächeln

und wie er sich verabschiedet hat -

in diesem Moment hätte er auch fast ein Engel sein können,

wie er aufgesehn hat

und mir zugelächelt,

hallo gesagt,

ich noch ganz verwirrt

nur das Erkennen in den Augen

und das Gefühl ihn zu kennen ...

ja(,) in diesem Moment hätte er auch fast ein Engel sein können

und ich werde diesen Moment nie mehr hergeben,

(/-) und das Lächeln auch nicht (-)

nur immer dieses Gefühl der Vertrautheit

(/) das Erkennen [Lächeln] in den Augen ...

21.12.07 Lilly Y L


Saturday, November 5, 2022

Erkennen (rothaariger Engel)

 das Erkennen in den Augen

sehe ich sie an

(-) oder ist es ein / e - (?)

ich wüsste es nicht zu sagen

?(-)

- so dreist war ich noch nie

mich einfach gegenüber hinzusetzen,

um die Menschen genau studieren zu können -

(-)

seine Schuhe sind groß (?)

mit Unterschriften

schmutzig (_)?

wie Chucks eben sind (-)

[(-)?

- ich habe es geschrieben

- aber ist es überhaupt ein er ? -

ich glaube schon?

/ aber sicher

bin ich mir nicht

er sitzt da

die Beine leicht gegretscht

die Tasche auf dem Schoß -

- ein leichtes Tappen mit dem Fuß -

[(-)?

wer ist er?

was denkt er  über mich

wie ich da so in meinem Buch schreibe -

(-)

ein leichtes Zucken mit den Schultern

(() die Arme leicht verschränkt ())?

- was solls (...) -

er bewegt seine Füße

streckt sie aus

tappt leise -

die Arme so verschränkt

den Blick stur gerade aus

direkt auf mich (gerichtet)?

geschecktes Tuch um den Hals

die Haare so rot

? Sommersprossen

Stupsnase im blassen Gesicht

die Augen so -

ja wie sind seine Augen(?) ...

nur immer das blasse Lächeln auf dem Gesicht

(/[Stupsnase)]

(und)

so rote Haare

Erkennen in meinen Augen,

er steigt ebenfalls aus

geht zur Bahn

/[ sieht sich um/ noch einmal um]/

- ist es überhaupt einer

leb wohl mein Engel (-)

werde ich dich jemals wiedersehn? ...

____

[   ]

___

und so gehe ich alleine weiter

ohne zu wissen wer er ist

die Hoffnung er würde mich ansprechen

so schnell verflogen

?/ die Hoffnung so schnell verflogen

er würde mich ansprechen

____

was dachte er über mich

[ als er so [/(stur?)/] geradeaus sah

und ich in meinem Buch schrieb]

__________

(aber?)/ doch? da war dieses Erkennen ...

____

nur das Erkennen in den Augen 

(/ in meinen Augen)

_____

so geh nun schnell weiter -

(-) er ist fort

und du wirst ihn nicht wiedersehn -

und deine Zeit ist so kurz

5.12.07 Lilly Y L

~ Erinnerung höchstes Glück(?)

 weißt du noch(,)

wie er damals auf dieser Bank saß (...)

so allein,

die Arme auf den Kopf gestützt

ganz in sich versunken

?(-)

du hättest ihn ansprechen solln (-)?

/ hätte(st) du (ich) ihn ansprechen solln?

- nein, es ist wohl besser so

denn du gehörst nicht in seine Welt

[   -  ]

doch du wirst ihn niemals wiedersehen

und es ist gut so

denn er ist (auch) nur eine Gestalt aus einer Geschichte

(/ eine Märchengestalt?)

und wenn du ihn angesprochen hättest

hättest du den Moment zerstört

[   -    ]

(Bruch)


Friday, November 4, 2022

Hot RS \ Carissia

 

Lilly Fotorechte unbekannt


eine Woche fliegen

und eine Woche sterben

wie wundervoll

________

House of the Rising Sun

wo die gefallenen Mädchen

zu Boden knien

und dann gepeitscht werden

/ nur um dann gepeitscht zu werden

blutende Stachel im Herzen

längst nichts mehr fühlend

vom Schmerz all der Jahre

(-)?

- doch auch sie sollen leben

auch sie sollen wieder fühlen ... (-)

________

So kniest du da Carissia,

die du im Schnee liegst

blutend aus der Nase,

dein rotes Blut

gefrierend zu eisigen Kristallen .../ -

_______

so gehst du

und kehrst nie zurück (-)

______

leise lächelt sie,

Carissia, Carissia(?),

wer bist du geworden (...)?

_______

stummes Schweigen

als sie tot

darniederkniet

____________

was suche ich das ich nicht finden kann

das es nicht gibt

(/weil es es / das nicht gibt) -

[   ]

__________

so geh

?

und such nicht weiter

es ist sinnlos

___

__

nur fahle Gestalten

gegen den grauen Hintergrund

die hektisch um uns hasten

______

26.11.07 Lilly Y L

[  Auslassung ]

so kniest du da(,)?

Carissia(,)

die du ihn liebst(,)?

der dich nie geliebt hat

?-

nur immer benutzt

und blutig missbraucht

?-

der dich geschlagen hat

bis du tot /wie tot

/? darnieder lagst

der dich hasste und verachtete

[    ]

_______

so kauerten sie alle auf dem winzigen Sofa,

vor Dreck starrend,

wie sie es selber nie gewagt hätten

/ wie sie selber es sich nie hätten erlauben dürfen

[   ]

________

Carissia, Carissia (,)?

wer bist du geblieben (?) (,)?

die du nie zurück gekehrt bist

______

____

29.11.07 Lilly Y L

"~ verlorener Weg" (?)

 warum warte ich eigentlich hier(,)

wenn ich doch nicht ich bin

und nicht weiß wo mein Weg hinführen soll


(doch)/ der nächste Weg

ist nicht der meine

der bleiche Mond steht schon zu hoch / hell

und sein fahles Licht

scheint mich zu Boden


wo wirst du sein? /

wer wirst du sein?(,)

wo wirst du hingehn [/(...)/]

(-)?

ich weiß es nicht,

doch keiner kann [('s)] dir sagen

(-)?

wirst nur so allein dein Weg gehn müssen

so allein? / (?) -

und (nur / nun) / (?) so ohne mich

(-)

so sind wir beide gegangen

und nur ich bin zurückgekommen

wo nun doch ohnehin keiner mehr da ist -

(-)?

was soll's (,_) (-)

(-)

und so gehn wir zuzweit davon

in dieser wirren Welt

[(-)?]

wo keiner sieht und fühlt und sieht

(und sieht)?

/ und ohnehin und überhaupt

_

so gehn wir

[/wir zwei)/]

und nur der bleiche Mond

scheint uns nach

[    ]

-

(Bruch)

19.11.07 Lilly Y L

Fragment Agape / Eros

 aber der Name Agape

ist ihr geblieben

und danach wollt ich auch

nichts andres mehr sein

als Eros

denn wir gehörten zu sehr zusammen

als dass die eine hätte Agape sein können

ohne dass die andre Eros war

oder die andre Eros

ohne Agape

17.11.07 Lilly Y L

3 Könige / Caramellblau / 3 Könige II

 oh schöner Wind

der du fliegst mit mir davon

nimm mich mit

und lass mich nicht allein

________

3 Könige

Schnee liegt

[-]/ auf meinen Füßen (/ im Garten)

nackter Schnee

meine Füße berührend

_______

3 Gestalten

blasse Silhouetten im fahlen Licht

gegen den Schnee

3 Könige aus dem Morgenland

______

so stehen sie als stumme Wachen

festgefroren in Eis und Schnee

nur (geworfene?) Schatten

sich nie bewegend

(-)

so patrollieren sie

stumme Wachen

meiner Selbst

_

nur 3 Eiskönige

(gefroren) in Eis und Schnee

Eisheilige

3 Könige aus dem Morgenland

(-)

Schnee liegt über den Landen

lange Schatten

fahl/ geworfen

immer schweigend /  Schweigen liegt in der Luft

Stille Nacht

nur ein klarer Sternenhimmel

Sternschnuppen

und meine 3 Apostel im Morgenwind

stille Statuen

ausharrend

wartend im knirschenden Schnee

einer klaren Winternacht

/ im fahlen Morgengraun

3 Weise aus dem Morgenland

(-)

Schnee bedeckt meine Füße (,/-)

es ist bitterkalt;

doch ich spüre die Kälte nicht -,

denn auch ich bin eine von ihnen

ein fahler Schatten im Schnee

Schnee wie aus 1000 und einer Nacht

____________

Wintermärchen

längst vergessen

im eisigen Schnee

___________

(caramellblau)

[  ]

...

und dahinter ein bischen blau

caramellblau - 

- blau -

das Material aus dem unsre Träume gewebt werden

doch noch viel weiter weg als diese

/ doch unerreichbar für diese

noch jenseits der Träume

in Luftschichten

so unendlich weit weg

noch weiter weg als unsere Träume

in Luftschichten die keine Seele je durchfliegen kann

...

____________

3 Könige II

ein hell erleuchtetes Quadrat

darin zwei Schemen

einen dritten (halb) zuerahnen

schon fast verschwunden im weiß

(-)

Schnee,

stiller Schnee durch den 3 Könige waten

tief versinkend

ihre Spuren ziehend

im ewigen Eis und Schnee (-)

bringend ihre Geschenke

Mürre Gold und Weihrauch

herniederknieend im kalten Schnee

darbietend ihr weises Wissen

[-]

wartend ... -

auf ein Zeichen

eine Sternschnuppe vielleicht (.../-)

aufblickend zum fahlen Himmel

dunkel den Schnee widerspiegelnd

knieend im Schnee und wartend

auf ein Zeichen das ihnen den Weg weist

-

so warten sie

und knieen sie

und hoffen sie auf Licht

(-)

ihre Spuren längst verwischt

im nassen Schnee der leise taut

und Neuschnee der langsam fällt

schon längst den Rückweg vergessen,

keine Spur mehr(,)

kein Weg

- doch sie brauchen ihn nicht(,)

denn sie folgen ihren Sternen -

nur die 3 Gestalten noch knieend im Schnee

fahle Silhouetten gegen den Horizont

fahle Schatten im Schnee

(-)

nur ein hell erleuchtetes Quadrat

darin zwei fahle/ knieende  Gestalten

eine dritte kaum zu erahnen

schon fast verschwunden im Schnee

(-) so weiß,

so unendlich weiß ...,

nur unendlicher Schnee

alles einhüllend -

(-)

doch die 3 Könige,

die 3 Könige werden warten

auf dass ihr Zeichen kommt

([-]?)

nur 3 fahle Silhouetten im verblassenden Schnee der Nacht

die sich auf alles herabsenkt

stille Nacht

stille Nacht im Schnee ...

__________

[nur ein helles Quadrat und 3? verblasste Gestalten (...)

_______

lebt wohl meine 3 Könige / Eisheiligen

Statuen

aus Eis und Schnee

_________

nur ein hell erleuchtetes Quadrat

im stillen Schnee

das langsam verblasst

15.11.07 Lilly Y. L.

"Mühlbach -Thal - Gedicht"

 Schnee der langsam/ leise zu Boden fällt,

Dunkelheit lautlos,

Flügel der Nacht

______

die Tannen wispern

leise im Tal

schon ist der Abend vergangen

nur die Dunkelheit lautlos bleibt

wie ein Rauschen des Vergessens/ der Zeit

Flügel der Nacht

die sich so nichtsahnend

unwiderstehlich?/trügerisch auf dich herabgesenkt/ -sinken

nichtsahnend,

der du bereits vergessen hast

(/vergessen bist?)

________

Nur die Flügel der Nacht

die immer weiter rauschen

und der Mühlbach unten im Tal

wie ein endloser Strom der Zeit

- Geschichten erzählend

(-) und sie doch wieder hinfortreißend -

________

nur die Flügel der Nacht

die immer weiter fliegen

und die Gedanken noch hinforttragen

weit jenseits der Welt

an einen Ort wo die Stille herrscht

und Dunkelheit

noch vor der Welt

in einem Jenseits/ Ort

der nicht existiert

in einer Zeitblase

weiter fort als du selber/

die Dunkelheit/ das Vergessen/

noch auf dem Schrei der Nacht

und den Winden der Welt /Raben entflohen

bis es keiner mehr hört

und weiß und sieht

bis dort wo nichts mehr ist

als die Weite und Leere der Unendlichkeit/

als die Weite des Leeren Raums nur ----

doch du wirst niemals dort ankommen

nicht einmal in Gedanken

denn diesen Ort gibt es nicht

______

nur Schall und Rauch und Zeit

________

14.11.07 Lilly Y. L.