über rosane Blüten
hinein in den Regen
den du nicht spürst/fühlst ... (,)
in einer Welt
die du nicht siehst,
belastet mit schweren Wolken
8.5.07 Lilly Lime
Gedichte und Notizen Lilly Lime, deutsche Dichterin *1988 +2022 Gedichte, Psychologie, Philosophie. Poetische Auseinandersetzung mit demTod, Existenzielle Gedichte ,Gedichte über Sehnsucht und Verlust
when the darkness sucks you in
like a lost soul into hell
its mouth breathing foul breath upon yours
its eyes locking yours
into a golden cage of darkness
full of hatred -
no, not hatred, not fear
but only empty comfort
(-?) willing you to stay
consoling you
comforting you
making it easy
not to be you/ yourself
(but) only a lost shape in the dark
a shadow
drawn by some dead object
(-)
like a foul breath
skidding upon/ over your skirt(s)
touching your legs
(-) making you run
but no!, you must stay.
22.4.07 Lilly Lime
die Orte meiner Kindheit aufsuchen
/ noch einmal durch die Orte meiner Kindheit laufen
-
denn alles geht zu seinem Ursprung zurück
alles Leben
alles Geschaffene
alles Sein
und [all]/ auch die Welt
-
Abschied
-
zu süß für diese Welt -
nur das braun und das weiß
und das grün
und dahinter der klare blaue Himmel;
dorthinten nicht mal das grün
und dort das [feurige/ leuchtende] rot
und/ nur die Spur eines Flugzeugs
am Horizont
[am fernen blauen Himmel]
und nur die leeren Wiesen
wo doch mehr war/ ist
[too sweet for this world]
zu süß für diese Welt
_
ein letztes mal
durch den Garten meiner Erinnerungen laufen ..
-
19.4.07 Lilly Lime
wenn ich wieder zu meinem Selbst werde
muss ich das bekämpfen
nur wenn ich kämpfe
mich selbst unterdrücke
und verleugne
bin ich frei / kann ich frei sein -
denn wenn ich (so) vor mich hin lebe
und alles vergesse
alles vergesse außer sein
kann ich vor lauter sein nichtmehr menschlich sein,
sondern nur noch ich selbst
-
eigentlich möchte ich ja ich selbst sein
aber der Preis ist zu hoch -
denn auch die Glückseligkeit
/ das Glück zu zahlen
für einen Moment nur zu leben,
ja selbst das Glück der anderen ...
-
der Preis ist zu hoch
und es ist nicht das meine zu entscheiden
diesen Preis zu zahlen,
nicht den Preis der anderen ...
-
- ich habe nicht das Recht dazu -
-
so bleibt mir nur eins
ich muss mich bekämpfen
und wieder nicht mehr ich selber sein
nur eine leere Hülle
- die dennoch /dann vielleicht glücklich ist -
-
es bleibt mir nur eins (...)
26.3.07 Lilly Lime
ich bin zweimal durch die Kälte gelaufen
und hab mich selber/ mein Selbst?
hinter mir gelassen
jetzt ist es gut/
jetzt macht es nichts mehr
[-]
nur das Atmen (geht) fällt noch manchmal schwer
aber was ist das schon,
auch nur ein Hauch des Lebens / [ der Menschlichkeit?]
nur wenn ich aufhöre zu fühlen
wenn ich die Kälte nicht mehr spüren kann (,)
dann ist es gut
(-)
zweimal durch Schnee und Wind
und wieder zurück,
dann ist es gut,
dann spürst du nichts mehr
(...) -
denn nur die Kälte bleibt noch
[-]
und in dieser Kälte,
außerhalb dir selbst,
kannst du noch lachen
und fröhlich sein (-)
- doch kein Sonnenstrahl dringt mehr nach drinnen,
kein Leben mehr
[-] denn du hast die Kälte eingelassen
und jetzt kannst du nicht mehr fühlen;
es ist gut.
_____
außerhalb meines Selbst
kann ich noch lächeln/ lachen
und die Augen können mitlachen / lachen mit (...)
___
es ist gut
_
doch das bin nicht ich selbst
_
außerhalb meines Selbst
kann ich noch lügen
und vorgeben, dass alles gut ist
_
doch nach innen dringt kein Sonnenstrahl mehr
_
_
es ist gut dass du deine Maske noch hast
__
Seiltanz/ Gradwanderung/?
zwischen Todsein und Hysterie
___
__
wenn der Regen langsam vorbeizieht
und zu Himmel wird,
und der Himmel verblasst
bis ich ihn nicht mehr (er-)kenne
(...)
_
nur der bleiche Nebel
- bleibt zurück
bleicher Nebel der alles umgibt /verschlingt?
wie ein Sprühregen durstig,
der zu grauem Himmel wird
22.3.07 Lilly Lime
so lange meine Füße nicht erfrieren (...)
laufe ich über Schnee /
eisgefrorene Schneeebnen / ...?
fernem Horizont entgegen
untergehende Sonne
Licht aus einer anderen Welt
Polarnacht zum Tag
-
nur solange meine Füße nicht erfrieren
kann ich noch weiterlaufen
nur solange mein Atem nicht stockt,
noch weiteratmen/ -leben
in der eisigen Polarluft
_
meine Flügel ziehen sich zusammen
meine Füße sind müde (-)
(-) bald kann ich nicht mehr weiterlaufen
zum fliegen schon längst die Kraft nicht mehr (...)
werde ich noch ankommen
an meinem fernen Ziel?
dort draußen am Horizont
jeher unerreichbar ...
_
meine Füße beginnen sich dem Boden zuzuneigen
mein Atem streift
strauchle, taumle, torkle ich weiter
in die anbrechende Nacht (hinein),
die Nacht, zum Tag
-
schon bald werde ich diese Reise beenden
wird sich mein Körper auf den eisigen Boden legen,
schlafen um nichtmehr aufzuwachen
(/ schlafen und nichtmehr aufwachen)
wird das Ewige Eis mich verschlingen
noch bevor meine Füße den Boden berühren,
noch bevor die letzte Feder aufschlägt (...)
-
wie ein gestrandeter Vogel werde ich daliegen,
abgeschossen von den Wellen
ertrunken im Flug [(...)] -
ertrunken ohne Meer
ertrunken ohne Wasser
und Luft/ Gischt zwischen den Flügeln
nur Gischt im lockigen Haar (...)
nein keine Gischt,
nur Eis zu Kristallen gefroren
das letzte Wasser meines Ozeans
(ich) Wandervogel
Nomade
auf der ewigen Suche des Horizonts,
des Horizonts zu /so weit vielleicht ()
zu weit für meine kurzen Schwingen
um ihn jemals zu erreichen (...)
so bin ich gelaufen mit langen Schritten
auf meinen kurzen weit ausholenden Füßen
bin beständig über das Eis gestrichen/ gestiffen
auf der Suche nach dem Horizont
zu weit (!),
zu weit für immer noch (...)
-
meine Augen werden sich nicht mehr öffnen
-
so wird der Horizont das letzte sein,
ein letzter Blick vielleicht
wohin mich meine Füße nicht tragen konnten
das letzte bevor sie sich auf immer schließen
(meine Augen)
so kalt wie meine Füße nun(,)
noch nicht ganz erfroren [...]
-
denn als meine Füße zu kalt warn
konnte ich nicht mehr weiterlaufen,
(musste im Schnee erfrieren) (...)
ewige Wüste des Polarlichts
zu meinem Grab
ewiger Sonnenuntergang / Horizont
den ich nicht erreichen konnte
Licht aus einer anderen Welt (-)
(-) Polarnacht zum Tag (-).
20.3.07 Lilly Lime
lauter Tore ineinander verflochten
wie zum Gruß sich reichende Hände
_
wenn sich die Tore ineinander verzweigen
und endlos in den Himmel zu ragen scheinen
und jedesmal wenn du hinschaust/ - siehst
scheinen neue Tore dazu sein,
neue Gebilde/ Wundergebilde
endlos sich drehend und verzweigend
in den Himmel (sich) aufragende Äste
Wolkentreppen -
und wenn du zurück blickst,
hat sich alles verschoben
alles gedreht und verwandelt -
nur 1000 neue Druidentore
...
[ ] -
13.3.07 Lilly Lime
how can we live without gods
how can we live without merciful queens
in this world without love and caring dreams/ beliefs
this world is harsh/ cold
this world is cruel
snatching away our soul
not caring how we will survive
will struggle on and fall
for without any faith
this world can not endure
for without any hope
this world is lost -
(for) when destiny no longer
keeps her/its/our (caring) enduring? hand over us/ upon us
protecting us
leading us to the fate chosen
how will we keep then going on
how find the /our marrow days
how will we survive (?)
...
in this world of hate
how will we survive our fate (...)
there is no destinction left
no hope, no fate
no path spread out before us -
only the remaining darkness
dawning/ dooming/ looming upon us forever
(not earing, not feeling)
recycling us to raw material
to hate and cruelty (...)
not leaving any option
towards lighter path
- so run,
run and seek a new anchor
upon your faith
seek for a new hope
for a new light
between this darkness
for this world is without gods
and we cannot live with them / that
(without them/ gods / faith)
_
the caring candle is small
[ ]
the caring flame so small
allmost spent utterly
- how can it survive all this darkness?
but look for this flame
(ask for this hope)
for it will lead you out
from all this darkness
(back to belief/ faith)
- for no humans
can live without gods
10.3.07 Lilly Lime
wie ein Licht aus einer anderen Welt ...
kalter Wind
(in ...)
so kalt
(wie ...)
kalter Wind ...
so reich mir deine Hand
du kalte Eisfee
kalter Kuss in meinen Nacken,
kalt, so kalt,
nur/ wie der leichte Lufthauch eines Windes
doch schnell kommt eine laue/ warme? Sommerbrise
zerstört das trügerische Bild ...
nur die leere graue Einöde
mit den grauen Flecken/ Vögeln
(...) [ ]
nur das ewige Rolln (Rauschen?) der Bahngleise
und das Vorbeiziehn der dunklen Landschaft/ Stadt?
beunruhigend
im Hintergrund Musik
nur das gleichmäßige Gefühl der Fortbewegung
leises Summen der Bahngleise
(nur hinein in die Nacht) -
- ich könnte ewig zu weiterfahrn -
...
26.2.07 Lilly Lime