Friday, October 28, 2022

 über rosane Blüten

hinein in den Regen

den du nicht spürst/fühlst ... (,)

in einer Welt

die du nicht siehst,

belastet mit schweren Wolken

8.5.07 Lilly Lime

 when the darkness sucks you in

like a lost soul into hell

its mouth breathing foul breath upon yours

its eyes locking yours 

into a golden cage of darkness

full of hatred -

no, not hatred, not fear

but only empty comfort

(-?) willing you to stay

consoling you

comforting you

making it easy

not to be you/ yourself

(but) only a lost shape in the dark

a shadow

drawn by some dead object

(-)

like a foul breath

skidding upon/ over your skirt(s)

touching your legs

(-) making you run

but no!, you must stay.

22.4.07 Lilly Lime

Saturday, October 15, 2022

die Orte meiner Kindheit aufsuchen

/ noch einmal durch die Orte meiner Kindheit laufen

-

denn alles geht zu seinem Ursprung zurück

alles Leben

alles Geschaffene

alles Sein

und [all]/ auch die Welt

-

Abschied

-

zu süß für diese Welt -

nur das braun und das weiß

und das grün

und dahinter der klare blaue Himmel;

dorthinten nicht mal das grün 

und dort das [feurige/ leuchtende] rot

und/ nur die Spur eines Flugzeugs

am Horizont

[am fernen blauen Himmel]

und nur die leeren Wiesen

wo doch mehr war/ ist

[too sweet for this world]

zu süß für diese Welt

_

ein letztes mal

durch den Garten meiner Erinnerungen laufen ..

-

19.4.07 Lilly Lime

 wenn ich wieder zu meinem Selbst werde

muss ich das bekämpfen

nur wenn ich kämpfe

mich selbst unterdrücke

und verleugne

bin ich frei / kann ich frei sein -

denn wenn ich (so) vor mich hin lebe

und alles vergesse

alles vergesse außer sein

kann ich vor lauter sein nichtmehr  menschlich sein,

sondern nur noch ich selbst

-

eigentlich möchte ich ja ich selbst sein

aber der Preis ist zu hoch -

denn auch die Glückseligkeit

/ das Glück zu zahlen

für einen Moment nur zu leben,

ja selbst das Glück der anderen ...

-

der Preis ist zu hoch

und es ist nicht das meine zu entscheiden

diesen Preis zu zahlen,

nicht den Preis der anderen ...

-

- ich habe nicht das Recht dazu -

-

so bleibt mir nur eins 

ich muss mich bekämpfen

und wieder nicht mehr ich selber sein

nur eine leere Hülle

- die dennoch /dann vielleicht glücklich ist -

-

es bleibt mir nur eins (...)

26.3.07 Lilly Lime

 ich bin zweimal durch die Kälte gelaufen

und hab mich selber/ mein Selbst? 

hinter mir gelassen

jetzt ist es gut/

jetzt macht es nichts mehr

[-]

nur das Atmen (geht) fällt noch manchmal schwer

aber was ist das schon,

auch nur ein Hauch des Lebens / [ der Menschlichkeit?]

nur wenn ich aufhöre zu fühlen

wenn ich die Kälte nicht mehr spüren kann (,)

dann ist es gut

(-)

zweimal durch Schnee und Wind

und wieder zurück,

dann ist es gut,

dann spürst du nichts mehr

(...) -

denn nur die Kälte bleibt noch

[-]

und in dieser Kälte,

außerhalb dir selbst,

kannst du noch lachen

und fröhlich sein (-)

- doch kein Sonnenstrahl dringt mehr nach drinnen,

kein Leben mehr

[-] denn du hast die Kälte eingelassen

und jetzt kannst du  nicht mehr fühlen;

es ist gut.

_____

außerhalb meines Selbst

kann ich noch lächeln/ lachen

und die Augen können mitlachen / lachen mit (...)

___

es ist gut

_

doch das bin nicht ich selbst

_

außerhalb meines Selbst

kann ich noch lügen

und  vorgeben, dass alles gut ist

_

doch nach innen dringt kein Sonnenstrahl mehr

_

_

es ist gut dass du deine Maske  noch hast

__


Seiltanz/ Gradwanderung/?

zwischen Todsein und Hysterie

___

__

wenn der Regen langsam vorbeizieht

und zu Himmel wird,

und der Himmel verblasst

bis ich ihn nicht mehr (er-)kenne

(...)

_

nur der bleiche Nebel 

- bleibt zurück

bleicher Nebel der alles umgibt /verschlingt?

wie ein Sprühregen durstig,

der zu grauem Himmel wird

22.3.07 Lilly Lime

Friday, October 7, 2022

[ ]

so lange meine Füße nicht erfrieren (...)

laufe ich über Schnee /

eisgefrorene Schneeebnen / ...?

fernem Horizont entgegen

untergehende Sonne

Licht aus einer anderen Welt

Polarnacht zum Tag

-

nur solange meine Füße nicht erfrieren

kann ich noch weiterlaufen

nur solange mein Atem nicht stockt,

noch weiteratmen/ -leben

in der eisigen Polarluft

_

meine Flügel ziehen sich zusammen

meine Füße sind müde (-)

(-) bald kann ich nicht mehr weiterlaufen

zum fliegen schon längst die Kraft nicht mehr (...)

werde ich noch ankommen

an meinem fernen Ziel?

dort draußen am Horizont

jeher unerreichbar ...

_

meine Füße beginnen sich dem Boden zuzuneigen

mein Atem streift

strauchle, taumle, torkle ich weiter

in die anbrechende Nacht (hinein),

die Nacht, zum Tag

-

schon bald werde ich diese Reise beenden

wird sich mein Körper auf den eisigen Boden legen,

schlafen um nichtmehr  aufzuwachen

(/ schlafen und nichtmehr aufwachen)

wird das Ewige Eis mich verschlingen

noch bevor meine Füße den Boden berühren,

noch bevor die letzte  Feder aufschlägt (...)

-

wie ein gestrandeter Vogel werde ich daliegen,

abgeschossen von den Wellen

ertrunken im Flug [(...)] -

ertrunken ohne Meer

ertrunken ohne Wasser

und Luft/ Gischt zwischen den Flügeln

nur Gischt im lockigen Haar (...)

nein keine Gischt,

nur Eis zu Kristallen gefroren

das letzte Wasser meines Ozeans

(ich) Wandervogel

Nomade

auf der ewigen Suche des Horizonts,

des Horizonts zu /so weit vielleicht ()

zu weit für meine kurzen Schwingen

um ihn jemals zu erreichen (...)

so bin ich gelaufen mit langen Schritten

auf meinen kurzen weit ausholenden Füßen

bin beständig über das Eis gestrichen/ gestiffen

auf der Suche nach dem Horizont

zu weit (!),

zu weit für  immer noch (...)

-

meine Augen werden sich nicht mehr öffnen

-

so wird der Horizont das letzte sein,

ein letzter Blick vielleicht

wohin mich meine Füße nicht tragen konnten

das letzte bevor sie sich auf immer schließen 

(meine Augen)

so kalt wie meine Füße nun(,)

noch nicht ganz erfroren [...]

-

denn als meine Füße  zu kalt warn

konnte ich nicht mehr weiterlaufen,

(musste im Schnee erfrieren) (...)

ewige Wüste des Polarlichts

zu meinem Grab

ewiger Sonnenuntergang / Horizont

den ich nicht erreichen konnte

Licht aus einer anderen Welt (-)

(-) Polarnacht zum Tag (-).


20.3.07 Lilly Lime

Thursday, October 6, 2022

 lauter Tore ineinander verflochten

wie zum Gruß sich reichende Hände

_

wenn sich die Tore ineinander verzweigen

und endlos in den Himmel zu ragen scheinen

und jedesmal wenn du hinschaust/ - siehst

scheinen neue Tore dazu sein,

neue Gebilde/ Wundergebilde

endlos sich drehend und verzweigend

in den Himmel (sich) aufragende Äste

Wolkentreppen -

und wenn du zurück blickst,

hat sich alles verschoben

alles gedreht und verwandelt -

nur 1000 neue Druidentore 

...

[   ]  -

13.3.07 Lilly Lime

no humans can live without gods (?)

how can we live without gods

how can we live without merciful queens

in this world without love and caring dreams/ beliefs

this world is harsh/ cold

this world is cruel

snatching away our soul

not caring how we will survive

will struggle on and fall

for without any faith

this world can not endure

for without any hope

this world is lost -

(for) when destiny no longer

keeps her/its/our (caring) enduring? hand over us/ upon us

protecting us

leading us to the fate chosen

how will we keep then going on

how find the /our marrow days

how will we survive (?)

...

in this world of hate

how will we survive our fate (...)

there is no destinction left

no hope, no fate

no path spread out before us -

only the remaining darkness

dawning/ dooming/ looming upon us forever

(not earing, not feeling)

recycling us to raw material

to hate and cruelty (...)

not leaving any option

towards lighter path

- so run,

run and seek a new anchor

upon your faith

seek for a new hope

for a new light

between this darkness

for this world is without gods

and we cannot live with them / that

(without them/ gods / faith)

_

the caring candle is small

[ ]

the caring  flame so small

allmost spent utterly

- how can it survive all this darkness?

but look for this flame

(ask for this hope)

for it will lead you out

from all this darkness

(back to belief/ faith)

- for no humans

can live without gods

10.3.07 Lilly Lime


 wie ein Licht aus einer anderen Welt ...

kalter Wind

(in ...)

so kalt

(wie ...)

kalter Wind ...

so reich mir deine Hand

du kalte Eisfee

kalter Kuss in meinen Nacken,

kalt, so kalt,

nur/ wie der leichte Lufthauch eines Windes

doch schnell kommt eine laue/ warme? Sommerbrise

zerstört das trügerische Bild ...

nur die leere graue Einöde

mit den grauen Flecken/ Vögeln

(...) [    ]

nur das ewige Rolln (Rauschen?) der Bahngleise

und das Vorbeiziehn der dunklen Landschaft/ Stadt?

beunruhigend

im Hintergrund Musik

nur das gleichmäßige Gefühl der Fortbewegung

leises Summen der Bahngleise

(nur hinein in die Nacht) -

- ich könnte ewig zu weiterfahrn -

...

26.2.07 Lilly Lime